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Es ist nie gut, zu lang in der Sonne zu liegen - die Smartphone-App "UV-Check" kann helfen

Auch viele Informationen zur Hautkrebsvorsorge

App-Tipp: Die Anwendung „UV-Check“ kann eure Haut retten

Die Sonne könnte so schön sein, wenn man nicht ständig Angst vor einem Sonnenbrand haben müsste. Die App "UV-Check" könnte dieses Problem lösen. Wir haben sie getestet.

Wer kennt es nicht? Viele Menschen verspüren die Lust, sich in die Sonne zu legen um sich ordentlich zu bräunen. Leider gelingt dies oft nicht. Stattdessen bekommt man einen fiesen Sonnenbrand, manchmal sogar trotz Eincremens.

Die kostenlose App „UV-Check“ versucht, genau das zu verhindern. Sie funktioniert sowohl für iOS- als auch Android-Systeme und wurde gemeinsam vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen sowie vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelt.

Einfach und klar: Das Menü von "UV-Ckeck".

Bei der App handelt es sich um eine Art Rechner, der herausfindet, nach wie viel Minuten des Sonnenbadens der Eigenschutz der Haut nicht mehr gewährleistet ist, also ab wann die Haut von der Sonne geschädigt wird - meist in Form eines Sonnenbrands oder einer anderen Hauterscheinung.

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Damit die Einschätzung des Rechners auch möglichst genau ist, muss man noch einige Informationen, wie Uhrzeit, Hauttyp, Bewölkung, besondere Bedingungen wie Schnee oder Aufenthalt am Wasser sowie den verwendeten Lichtschutzfaktor angeben. Außerdem muss man in den Smartphone-Einstellungen den Ortungsdienst zur Ermittlung des Standortes aktivieren. Anhand der Informationen errechnet das Programm den UV-Index.

Hier wird unter Angaben persönlicher Daten die Eigenschutzzeit ermittelt

Besonders nützlich ist der „Hilfe“-Button bei der Kategorie „Hauttyp“, in der sich sechs verschiedene Hauttypen zur Auswahl befinden. Die einzelnen Merkmale der Hauttypen werden aufgelistet, sodass man sich problemlos einordnen kann.

Nachdem man seine Daten eingegeben hat, klickt man auf „Abfrage“ und es wird die maximale Zeit (in Minuten) angezeigt, die man sich noch in der Sonne aufhalten kann, ohne Hautschäden davon zu tragen.

Doch „UV-Check“ kann weitaus mehr als das. Unter dem Button „Mehr Infos“ erfährt man zahlreiche Informationen über die Hautkrebsvorsorge, Lichtschäden sowie Risikofaktoren. Auch wird hier dem Nutzer die genaue Technik der UV-Check-App erklärt. Unter „Häufige Fragen“ bekommt man Erklärungen zu der Eigenschutzzeit, den unterschiedlichen Umgebungsbedingungen und der Genauigkeit des UV-Checks.

Wenn man doch einmal einen Sonnenbrand bekommt oder andere verdächtige Hautveränderungen sichtbar werden, kann man diese per Foto in der Rubrik „Meine Hautschäden“ speichern, was praktisch für den nächsten Hautarzttermin sein kann. Die Fotos werden mit dem Datum und der Uhrzeit zum Zeitpunkt der Aufnahme versehen sowie einer kurzen Beschreibung.

Praktisch ist vor allem auch die Funktion der Hautarztsuche, wo man seinen Aufenthaltsort angibt und die App viele Hautärzte, sogar mit Adresse und Telefonnummer, auflistet. Dies ist besonders geeignet für Urlauber, da man meist keinen Überblick über die umliegenden Hautärzte hat.

So leicht wie bei UV-Check erschien die Hautarztsuche noch nie 

Schade ist, dass die App keine Weckereinstellung besitzt. Sie ist lediglich ein Rechner, der die Zeit des Eigenschutzes in der Sonne ermittelt. Das bedeutet, man sollte sich zur Sicherheit separat immer einen Timer stellen, für den Fall, dass man einschläft oder die Zeit nicht im Blick hat.

Neben der Standortaktivierung benötigt der UV-Check Internet, da der UV-Index des jeweiligen Standorts ausschlaggebend für die Errechnung der Eigenschutzzeit ist. Auch ist die App leider nur in Europa und rund um das Mittelmeer anwendbar.

„UV-Check“ hat viele hilfreiche Funktionen. Dabei steht im Vordergrund die Funktion zur Errechnung der Eigenschutzzeit. Zudem gibt es ausführliche Informationen. Denn „UV-Check“ weist immer wieder darauf hin, wie wichtig Vorsorgetermine hinsichtlich des Hautkrebses sind sowie das Eincremen vor dem Sonnenbaden. Man sollte sich trotz Nutzung der „UV-Check“-App bewusst sein, dass diese den Nutzer nicht vor einem Sonnenstich schützen kann und es gerade für Menschen mit sehr heller Haut gefährlich werden kann, sich uneingecremt in der Sonne aufzuhalten.

Die App gibt es kostenlos im Playstore von Google und für iOS von Apple.

Von Lea Freudenstein

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