Bei der Arbeit: Johanna Kroh hat sich auf Baby- und Hochzeitsfotos spezialisiert. Foto: Kuri

Wenn es sein muss, klettert sie auch auf Bäume

Die Beste ihres Jahrgangs: So setzt eine Fotografin aus Landwehrhagen Babys in Szene

Johanna Kroh aus Landwehrhagen ist die beste Fotografenmeisterin ihres Jahrgangs. Wir haben ihr bei der Arbeit über die Schulter geschaut.

Wenn es sein muss, klettert Johanna Kroh (21) auf Bäume, legt sich auf den Boden oder klemmt sich mit ihrer Kamera durch einen noch so kleinen Mauerspalt. Was für ein perfektes Fotomotiv zählt, ist den richtigen Blickwinkel zu finden und im sekundenrichtigen Moment abzudrücken. Dass die junge Fotografin aus Landwehrhagen das richtige Händchen dafür hat, hat ihr die Handwerkskammer Mannheim gerade bestätigt. In einer Feierstunde wurde Johanna Kroh Ende November mit dem Meisterbrief als beste Fotografenmeisterin in diesem Jahrgang geehrt.

An der Meisterschule in Heidelberg hat sie den praktischen Teil ihrer Ausbildung absolviert. Die Schule gehört zur Handwerkskammer Mannheim.

Erst klassische Ausbildung

Bereits nach ihrer dreijährigen Ausbildung zur Fotografin stand ihr Entschluss fest, in ihrem eigenen Fotostudio zu arbeiten. „Ich war schon immer kreativ und möchte meine Ideen auch lieber selbst umsetzen als andere fragen zu müssen.“ Dass ihr die Ideen auch ein Jahr nach Geschäftseröffnung nicht ausgehen, zeigt ihr der große Zulauf an Aufträgen. „Ich habe mittlerweile meine Geschäftszeiten geändert und arbeite nur noch nach Terminvergabe.“

Auch hat sie sich spezialisiert. Es vergeht fast keine Woche, dass nicht ein Baby ihr Fotostudio sieht. Neben hübschen Requisiten stehen Heizlüfter, Desinfektionsmittel und sogar Schnuller bereit, „falls Mama die in der Aufregung vergessen hat.“

Stolz: Johanna Kroh aus Landwehrhagen mit dem Meisterbrief der Handwerkskammer Mannheim. Foto: Kuri

Neben Babys fotografiert Johanna Kroh am liebsten Hochzeiten und Liebespaare. „Ich finde es einfach spannend, die Geschichten in Bildern festzuhalten.“ Für Paare bucht sie besondere Location, wie die alte Ziegelei in Kaufungen oder schaut sich einfach in der Natur um, den passenden Hintergrund zu finden.

Für ihr Meisterstück hat sie eine Hochzeitbroschüre kreiert mit Bildern, die am Steinberg entstanden sind – auf dem Holzbohlenweg und an einem Seerosenteich. Sowohl Motiv als auch Technik hatte die Jury überzeugt. Dass sie jetzt nicht mehr wöchentlich nach Heidelberg zur Meisterschule fahren muss, ist eine große Entlastung. „Ich habe dort gelernt, wie ein selbstständiges Unternehmen zu leiten ist, wie ich mit kreativen Werbekampagnen neue Kunden gewinne und ich habe natürlich meine Technik mit der Kamera verfeinert.“ Dass die Zusatzausbildung parallel zum eigenen Betrieb zu meistern war, war für sie die richtige Entscheidung. „Ich habe noch viel vor. Ein eigenes Häuschen am Waldrand mit Platz für meine Tiere und ein größeres Fotostudio sind mein nächster Traum“, verrät die erfolgreiche Jungunternehmerin. Den Schritt in die Selbstständigkeit hat sie bis heute nicht bereut.

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