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Hauptzutaten für fragile Kunstwerk wie diese: Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt, viel Puste und Glück.

Hobby von Maike Franke aus Bromskirchen

Eiskugeln aus Seifenblasen - so funktioniert die märchenhafte Verwandlung

Mit einem Strohhalm und Seifenwasser lässt Maike Franke Seifenblasen gefrieren. Dabei entstehen die tollster Muster. Das Beste: Schon ab minus drei Grad könnt ihr es selbst ausprobieren.

Normalerweise platzen Seifenblasen innerhalb von Sekunden wieder. Die von Maike Franke aus Bromskirchen halten länger. Denn die passionierte Hobbyfotografin lässt die Blasen gefrieren. Dabei entstehen Muster, die mitunter wie Sternenhimmel und Tannenwälder aussehen. „Jede für sich ist märchenhaft“, sagt Franke.

Über die Technik sei sie beim Surfen im Netz gestolpert: „Ich habe das auf einem Fotoblog gesehen, mir Videos angeschaut und gedacht, nur zuschauen ist ja langweilig“, sagt die 28-Jährige. Also ist sie morgens noch vor ihren drei Söhnen aufgestanden und hat sich mit der Kamera ausgetobt.

Nach und nach sind so zahlreiche Bilder und Videos der fragilen Schönheiten entstanden. Sie liebt es, sich kreativ austoben zu können. „Für mich sind die Seifenblasen auch ein Stück Kindheitserinnerung.“

Besonders angetan haben es Franke extreme Nahaufnahmen, also die Makrofotografie. Auf ihrer Facebookseite „Naturalness of the World“, finden sich viele Aufnahmen von Insekten und Blüten. „Dabei habe ich mir die Kamera eigentlich gekauft, um die Kinder zu fotografieren“, sagt sie und schmunzelt.

Konzentriert bei der Arbeit: Hobbyfotografin Maike Franke aus Bromskirchen

Denn so lange ist sie noch gar nicht dabei: Erst Anfang 2016 beginnt sie sich intensiver mit dem Fotografieren zu beschäftigen, recherchiert online und macht ihre ersten Übungen mit einer Kamera, an der man Belichtungszeit, Blende und Empfindlichkeit (ISO) einstellen kann.

Mit Hilfe einer Makrolinse gelingen die ersten extremen Nahaufnahmen und die Faszination wächst. Zu Weihnachten gibt es eine bessere Kamera, die Canon EOS 100D. Die hat momentan besonders viel Ausgang, denn damit die Seifenblasen gefrieren, braucht es Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

So funktioniert es

  • Etwas Seifenwasser: Franke nutzt oft Fertigmischungen, wie die von der Firma Pustefix. Dazu gibt sie einen halben Teelöffel Zucker. Ihr eigenes Rezept beinhaltet eine halbe Tasse Wasser, 4-6 Spritzer Spüli und einen Teelöffel Zucker.
  • Das richtige Wetter: Es muss kalt, windstill und trocken sein. Ab -3 Grad geht es am besten, sagt Franke.
  • Einen dicken Strohhalm: Der erlaube mehr Kontrolle, als das bei Fertigmischungen oft mitgelieferte Pustestäbchen.
  • Eine Kamera: Die besten Bilder lassen sich mit einer Spiegelreflexkamera, Makroobjektiv, manuellem Fokus und Stativ machen, sagt Franke. Aber kann auch mit dem Handy klappen. Dazu braucht es allerdings noch mehr Geduld und muss akzeptieren, dass man nicht ganz so nah heranzoomen kann.
Blende: 5.00 (f/5.7), Belichtungszeit: 1/50 S, ISO: 1600.

Weitere Tipps: Auf einen dunklen Hintergrund achten, damit der Kontrast stärker ist. Außerdem mit dem Licht spielen. Wenn die Sonne nicht mag, kann man sich mit Lampen behelfen, damit die Struktur besser zu erkennen ist.

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