Seit zehn Jahren Barkeeper: Thorsten Sonntag (29) arbeitet im Hotel Kloster Haydau. Sein persönlicher Lieblingscocktail ist der Mojito.

Fünf Ideen für leckere Cocktails auf der Silvesterparty

Wer seinen Gäste an Silvester außergewöhnliche Drinks bieten will, sollte bei Caipirinha und Mai-Tai nicht aufhören. Ein Morschener Barkeeper verrät einige Cocktail-Rezepte.

Saft und Alkohol vermischen, ein bisschen Obst ans Glas klemmen – fertig ist der Cocktail. Nein, so einfach geht es natürlich nicht. Denn bei den leckeren Drinks kommt es auf viele Details an, sagt Thorsten Sonntag, Barkeeper im Hotel Kloster Haydau. Der 29-Jährige ist seit zehn Jahren Barkeeper, bevor er an der Bar in Morschen arbeitete, war er drei Jahre lang Manager der Sansibar auf dem Kreuzfahrtschiff MS Europa 2. Sein Handwerk lernte er unter anderem in München auf einer privaten Barkeeperschule.

„Ich denke, in fünf Jahren, wird es sicherlich Cocktails geben, die man sich einfach aus der Tube in den Mund spritzen kann.“

Barkeeper Sonntag

Äußerst wichtig für einen guten Cocktail ist der Saft, sagt Sonntag. Nur Säfte mit 100 Prozent Fruchtgehalt lieferten am Ende ein gutes Ergebnis. „Fruchtsaftgetränke eignen sich nicht für Cocktails.“ Auch wichtig: Der Alkohol. „Im Zweifelsfall sollte man lieber fünf Euro mehr als fünf zu wenig für Spirituosen ausgeben“, sagt Sonntag. Schnaps solle zudem nie mehr als einen 40-prozentigen Alkoholanteil haben. „Sonst schmecken die Cocktails einfach nicht.“ Beim Zutatenkauf solle man zudem immer zur kleinsten Menge greifen. „Denn meistens braucht man von den oft sehr teuren Zutaten nur sehr wenig“, sagt der Experte. „Sonst steht der Rest unnötig im Schrank und wird irgendwann weggeworfen.“

Fruchtig: Sex on the Beach

Was man braucht:

• 3 cl milden Wodka

• 4 cl Peachtree De Kuyper

• 15 cl Ananassaft

• 6 cl Cranberrysaft

Alle Zutaten zusammen geben und in einem Shaker ordentlich durchschütteln. Dann zwei bis drei Minuten kurz im Shaker stehen lassen. Denn beim Schütteln hat sich durch den Ananassaft ein Schaum gebildet, der erst nach kurzer Zeit stockt. Den Cocktail langsam ins Glas geben und den Schaum auf der Oberfläche verteilen.

Stark: Cosmopolitan


Was man braucht:

• 2 cl Cointreau (alternativ auch Triple Sec, aber keinen Likör mit Cognac verwenden!)

• 2cl starken Wodka

• 2 cl Limettensaft

• 5 cl Cranberry Nektar

• eine Bio-Orange

Alles in einem Glas zusammen geben. Über dem Glas (!) aus einer Orange mit einem Zestenreißer einen langen Streifen aus der Schale schälen. Der spritzende Orangensaft sorgt für das typische Orangenaroma. Schalenstück ins Glas als Deko legen.

Wachmacher: Haydau Coffee Shot

Was man braucht:

• 1,5 cl Amaretto

• 1,5 cl Espresso

• etwas Sahne

In ein Schnapsglas den Amaretto fülllen, langsam den Espresso mit ins Glas geben. Dann etwas Sahne zu einem Schaum schütteln (nicht schlagen!) und über das Amaretto-Espresso-Gemisch gießen. Der Haydau Coffee Shot ist eine Eigenkreation von Thorsten Sonntag.

Frisch: Ginger Ringa

Was man braucht:

• 3/8 frische Limette

• zwei hauchdünne Scheiben frischen Ingwer

• 28 Gramm Honig

• 4 cl weichen Gin (z.B. Hendricks)

• Ginger Ale

Gin mit dem Honig ins Glas geben, Limette und Ingwer hinzugeben. Alles mit einem Stößel ordentlich zerkleinern. Das Glas dann mit Ginger Ale auffüllen.

Cocktail ohne Alkohol: Virgin Caipirinha 

Was man braucht: 

  • 1 Limette
  • Mineralwasser
  • Marakuja-Sirup
  • Brauner Zucker
  • Eis

Die Limette in Viertel schneiden und in ein Glas geben. Zwei gestrichende Esslöffel braunen Zucker über die Limette streuen. Mit einem Stößel die Limette im Glas zerdrücken.

Das Glas mit Crushed Ice füllen und mit Minderalwasser auffüllen. Ein halbes Schnapsglas (etwa 1 cl) Maracujasirup hinzugeben. Anstatt des Wassers schmeckt auch Pfefferminztee. 

Das ist die Zukunft des Cocktails

Der Lieblingscocktail des 29-Jährigen ist Mojito, eine Mischung aus Rum, Limettensaft, Minze, Zucker und Sodawasser. „Ich behaupte, dass ich einen Mojito machen kann, der jedem schmeckt.“ Den Fokus setzt Sonntag immer auf den Drink selbst, nie auf eine üppige Dekoration. „Ich bin keiner, der einen Obstkorb auf das Glas setzt.“ Die Optik sei zwar wichtig, aber dürfe nicht vom Geschmack ablenken. Der gebürtige Fuldaer bezeichnet sich selbst als Perfektionist in Sachen Cocktailmixen. „Meine Lebensgefährtin geht mit mir auch gar nicht gerne in eine Bar, weil ich bei den Drinks immer so kritisch bin“, sagt er und lacht.

In der Zukunft könnte es laut Sonntag eine richtige „Cocktail-Revolution“ geben. Denn der Trend gehe dazu, Cocktails nicht mehr flüssig zu lassen, sondern molekular so zu verändern, dass zum Beispiel ein fester Schaum entsteht. Man habe sogar schon Whiskey Drinks zu Brotaufstrichen umgewandelt.

In diesem Sinne: eine tolle Silvester-Feier!

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