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Das neu formierte Ermittler-Trio von "Morden im Norden": Lars (Ingo Naujoks, von links), die neue Kollegin Nina Weiss (Julia Schäfle) und Finn (Sven Martinek) begutachten den Tatort.

Julia Schäfle im Interview über ihre Rolle - ARD, 18.50 Uhr

Morden im Norden: Schau, schau, die Kommissarin geht um

Sie ist das neue Gesicht bei "Morden im Norden" in der ARD. Als Kriminaloberkommissarin Nina Weiss steigt die 28-jährige Julia Schäfle heute um 18.50 Uhr in die Krimiserie ein.

In ihrem ersten Fall "Tödlicher Zweifel" bekommen sie und ihre Kollegen Finn Kiesewetter (Sven Martinek) und Lars Englen (Ingo Naujoks) es mit einem Serientäter zu tun, der sich seine Opfer über eine Dating-App für Männer sucht. Im Interview spricht Schäfle über ihre Rolle, Serien von heute und den harten Weg der Schauspielerei.

Über die Serie "Morden im Norden"

Morden im Norden ist eine deutsche Vorabend-Krimiserie, die seit Februar 2012 im Ersten ausgestrahlt wird. Sie spielt in Lübeck. Die Serie startete ursprünglich als Teil der Vorabend-Krimireihe Heiter bis tödlich, daher liefen die ersten drei Staffeln noch mit dem Reihenobertitel als Heiter bis tödlich: Morden im Norden.

Quelle: „Morden im Norden“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. Dezember 2016, 19:41 UTC. (Abgerufen: 9. Januar 2017, 11:42 UTC)

Frau Schäfle, Sie müssen sich als Nina Weiss als die Neue im Ermittler-Team von "Morden im Norden" behaupten. Welche Rolle werden Sie im Lübecker Polizeirevier einnehmen?

Julia Schäfle: Nina Weiss kommt neu ins Team rein und muss gucken, wie die Verhältnisse im Präsidium ablaufen. In den ersten Folgen ist sie noch sehr beobachtend, versucht sich aber zwischen (den Kommissaren, Anm. d. Red.) Finn und Lars durchzusetzen und nicht nur als jung und unerfahren wahrgenommen zu werden.

Zum Einstand spendieren Sie auf dem Revier eine Kiste "Lübecker Tafelbräu". Trinken Sie privat eher Bier oder Wein?

Schäfle: Ich trinke privat fast gar keinen Alkohol. Ich gehe für mein Leben gerne essen.

Sie spielen auch die Rolle der Kerstin Hemmersbach in der RTL-Soap "Alles was zählt". Wie unterscheidet sie sich von ihrer Rolle in "Morden im Norden"?

Schäfle: Kerstin Hemmersbach hat mehr emotionale Konflikte. Die Story wurde privater erzählt. Bei Nina Weiss ist alles sehr viel sachlicher und faktischer.

In einer Szene sagen Sie zu Ihren Serienvater: "Papa, du schaust dir zu viele Krimis an." Schauen Sie denn privat Krimis?

Schäfle: Eher weniger. Aber ich schaue viele ausländische Serien, wie zum Beispiel "Black Mirror".

Glauben Sie, dass Vorabendserien wie "Morden im Norden" in Zeiten von Netflix und Co. noch eine Zukunft haben?

Schäfle: Da kenne ich mich zu wenig mit den Zuschauerzahlen aus, aber ich denke schon, dass sich meine Generation eher vom Fernsehen weg bewegt.

Wie wird unser Bild von Polizeiarbeit durch Filme und Fernsehen geprägt?

Schäfle: Klar ist es immer Fiktion, aber ich glaube, dass man sich sehr viel Mühe gibt, keine Klischees zu zeichnen. An den Drehorten und unter den Komparsen sind immer echte Polizisten dabei.

Die Schauspieler Ingo Naujoks (von links nach rechts), Proschat Madani, Julia Schäfle und Sven Martinek in Hamburg während eines ARD-Pressetermins zur Vorabendserie "Morden im Norden". 

Welches Projekt steht als nächstes für Sie an?

Schäfle: Ich arbeite gerade an einer Hörspielproduktion für den WDR. Es heißt "Horchposten 1941". Ich spreche Lena Muchina, ein 16-jähriges Mädchen, das den Blockadewinter 1941/42 überlebt hat und ihre Erfahrungen aus ihrem Tagebuch mitteilt.

Wie schwer ist es, als junge Schauspielerin im deutschen Fernsehen Fuß zu fassen?

Schäfle: Ich hatte sehr viel Glück, weil ich nach der Schauspielschule gleich mehrere Engagements bekommen habe. Aber ich weiß nicht, ob es schwer oder leicht ist. Ich bin gerade dabei, das für mich herauszufinden.

Was würden Sie angehenden Schauspielern raten?

Schäfle: Ich würde auf jeden Fall raten, dem Berufswunsch nachzugehen. Man muss wissen, dass man sehr viel arbeiten muss. Auch an sich. Selbst wenn man im Jahr nicht viel dreht, ist man ständig damit beschäftigt, sich weiterzuentwickeln.

Also ist harte Arbeit wichtiger als Glück?

Schäfle: Wichtiger weiß ich nicht. Glück gehört schon viel dazu. Aber man darf sich nicht darauf ausruhen.

Zur Person: Julia Schäfle

Julia Schäfle spielt Kommissarin Nina Weiss.

Julia Schäfle (28) ist eine deutsche Schauspielerin aus Reutlingen. Sie wurde am Theater Total in Bochum, an der Folkwang Universität der Künste im Ruhrgebiet und der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover ausgebildet. Schäfle spielt in der RTL-Serie "Alles was zählt". Ab heute ist sie als Nina Weiss in der Krimireihe "Morden im Norden" zu sehen. 

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