Naturfotograf Karl-Heinz Germandi bei der Arbeit. Unser Bild zeigt ihn mit einem Objektiv zur Makro-Fotografie mit LED-Ringleuchte.

„Fotografieren heißt mit Licht zeichnen“

Tierisch stark: Die besten Naturaufnahmen des Fotografen Karl-Heinz Germandi

Seit 25 Jahren ist der Vellmarer Fotograf Karl-Heinz Germandi auf der Jagd nach dem besonderen Foto. Manchmal wartet er tagelang auf den entscheidenden Moment. Hier sind seine besten Bilder 2016.

Seine Natur- und Tierfotografien schätzen HNA-Leser seit vielen Jahren. Auch in Büchern, Prospekten, Fachzeitschriften und den Jahrbüchern des Landkreises Kassel wurden zahlreiche Fotos mit den dazugehörigen Texten veröffentlicht. Nun hat uns Karl-Heinz Germandi eine Auswahl seiner schönsten Bilder aus dem Jahr 2016 zur Verfügung gestellt.

Viele Tierfotos des 68-jährigen Ruheständlers entstanden mit großem Aufwand. Gut getarnt verharrte er manches Mal tagelang, um eines der beeindruckenden Bilder von Wildtieren in ihrem natürlichen Lebensraum zu schießen. Kenntnisse, vor allem über das Verhalten der Tiere, sind laut Germandi dafür eine Grundvoraussetzung. 

Naturfotograf Karl-Heinz Germandi beim Präparieren seiner Vogel-Futterstation. 

An die 30.000 digitale Fotos hat er bisher gespeichert. Alle Schüsse bleiben Originale – auf Bildbearbeitung verzichtet er. Viele Fotos werden später kostenlos an Schulen vergeben, um sie im Biologie-Unterricht zu verwenden.

Für die Aufnahmen ist eine spezielle Ausrüstung erforderlich: „Stativ, Lupenobjektiv, Weitwinkel, Makro und Teleobjektiv bis 1200mm sind ein Muss“, verrät der gelernte CNC-Programmierer. Auch Glaskugel und Tropfenfotografie sowie Produkt-Fotografie mit besonderen Lampen und speziellen Lichttechniken gehören zu seinem Repertoire.

„Fotografieren heißt mit dem Licht zeichnen“, erklärt Germandi. Wer sich für die Naturfotografie interessiert - seien es Landschaften, Tiere, Pflanzen oder Kleinlebewesen - lebe in einer wunderbaren Zeit: „Bisher gab es noch nie solch eine hervorragende Technik, ob Digital- oder Analog-Fotografie – Kameras und Objektive, die weit schärfere Bilder liefern, als das menschliche Auge es wahrnehmen kann.“

Zum Thema

Die schönsten Naturfotos von Karl-Heinz Germandi

Buntspechte

Der Buntspecht (Dendrocopos major) ist die am häufigsten vorkommende Art. Weibchen und Männchen des Buntspechts kann man gut unterscheiden. Das Männchen hat neben dem roten Unterschwanz einen roten Nackenfleck. Unser Bild zeigt Buntspechte bei der Fütterung: Links ist ein Jungvogel zu sehen, der von einem Weibchen mit Nahrung versorgt wird.

Blutige Revierkämpfe

Den Mäusebussard (Buteo buteo) gehört zu unseren einheimischen Vogelarten. Unser Bild zeigt zwei Tiere bei einem Revierkampf am Schloss Wilhelmsthal. Diese Kämpfe sind geprägt von ohrenbetäubenden Schreien und Angriffen im Sturzflug. Dabei können sich die Tiere mit den scharfen Krallen und Schnäbeln schwer verletzen. Solche Revierkämpfe können auch tödlich enden.

Elster mit Beute

Die Elster (Pica pica) ist ein Allesfresser. Ihre tierische Nahrung besteht zum größten Teil aus Insekten und anderen Wirbellosen wie Regenwürmern und Schnecken. Aber auch kleine Wirbeltiere bis ungefähr zur Größe einer Feldmaus, darunter Nestlinge und Kleinvögel, Kleinsäuger und Echsen stehen auf ihrem Speiseplan. Unser Bild zeigt eine Elster mit einer Feldmaus.

Distelfalter

Diese Makro-Aufnahme zeigt einen Distelfalter (Vanessa Cardui). Er ist wohl einer der bekanntesten Wanderfalter in Europa und der am stärksten verbreitete Schmetterling der Erde. Sein Heimatland ist in den subtropischen Steppengebieten zu suchen, wo er sich in günstigen Jahreszeiten in großer Zahl vermehrt.

Graureiher

Den Graureiher (Ardea cinerea) sieht man in ganz Europa. Er gehört zu unseren einheimischen Vogelarten und ernährt sich überwiegend von Fischen, Fröschen, Molchen und Wühlmäusen. Unser Bild zeigt einen Graureiher mit einem Rotauge im Schnabel.

Profi-Ausrüstung: Germandi mit einem riesigen Tele-Objektiv.

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