Mit der stilisierten Felsburg: Das Etikett des jüngsten Jahrganges vom Böddiger Berg, der offiziell zum Weinbaugebiet Rheingau gehört.

Felsberg/Böddiger

Der neue Böddiger ist da: Wein aus dem nördlichsten Anbaugebiet Hessens

Gute Nachricht für alle, die den fruchtigen Tropfen vom nördlichsten Weinberg Hessens lieben: Der neue Jahrgang vom Böddiger Berg ist abgefüllt und jetzt erhältlich.

Die erste Erkenntnis: „Er schmeckt hervorragend.“ So jedenfalls das einhellige Urteil während der Präsentation durch den Förderverein Böddiger Berg im Burghotel Heiligenberg. Nach einer sehr guten Ernte gibt es diesmal 8200 Flaschen. Die Flasche kostet wie bisher acht Euro.

„Es ist ein sehr guter, voll fruchtiger, trockener Wein“, sagt Klaus Stiegel, Vorsitzender des Fördervereins. Und: „Die Blume enthält die Kombination der Aromastoffe und Mineralien, die typisch sind für unsere Heimat.“

Zehn Tonnen Trauben

Zum zweiten Mal hintereinander fuhr der Verein in Herbst eine Rekordernte ein. 75 Helfer hatten im Oktober zehn Tonnen Trauben abgeschnitten – genau so viel wie im Jahr davor. Dagegen waren es 2014 nur 1,8 Tonnen und 2250 Flaschen gewesen.

Im besten Jahr Anfang des Jahrtausends waren es 10 000 Flaschen. 6000 bis 8000 Flaschen braucht man laut Stiegel, um die Nachfrage erfüllen zu können.

Alle Jahre wieder ist die Ernte von der Natur abhängig. Der neue Wein ist nach Stiegels Worten „nicht mehr so lieblich“ wie der im Vorjahr, der im Juli schon ausverkauft war. „Wir reden beim Böddiger Berg nicht von lieblich“, sagt Stiegel. 82 Grad Oechsle – die Maßeinheit für das Mostgewicht des Traubenmostes – wurden 2016 erreicht.

„Das ist ein hervorragendes Qualitätsprodukt aus unserer Region, das wieder das Prädikat trocken hat“, urteilte Landrat Winfried Becker nach der ersten Probe. Und Bürgermeister Volker Steinmetz sagte: „Ein edler Tropfen, in dem ganz viel Heimat steckt – sie schmeckt man.“

Der Böddiger Berg sei ein einmaliges Kulturgut, das man dem ehrenamtlichen Engagement des Fördervereins zu verdanken habe.

Ein trockener Tropfen

Inge Fleischhut-Wolf vom Vorstand des Fördervereins bezeichnet den Vorgänger-Jahrgang als spritzig und fruchtig, „der neue Wein ist wieder trocken und nähert sich dem alten Böddiger Berg an.“ Vorstandsmitglied Karl-Heinz Gräser: „Im Jubiläumsjahr kann unser Wein mit den Anbaugebieten im Rheingau sehr gut konkurrieren.“ Der Förderverein feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen.

Verkaufsstellen

Hier gibt es den Wein

Ab sofort ist der Wein vom Böddiger Berg erhältlich im Autohaus Rietschle in Felsberg, in der Sparkasse Felsberg und bei Edeka Pollmer in Wabern. In Kürze, so der Förderverein, gibt es den Wein auch in der Gaststätte Siebert in Böddiger, im Kurhessen-Lädchen Melsungen und bei Tabak-Spirituosen Kellner in Melsungen. Ausgeschenkt wird der Wein im Burghotel Heiligenberg, im Gasthaus Hartung in Büchenwerra, in den Gensunger Stuben in Gensungen und in der Gaststätte Siebert in Böddiger.

Nach drei Jahren gibt’s wieder Sekt

Verkauf startet in der zweiten Oktoberhälfte – Nur 1200 Liter verfügbar

Erstmals nach 2014 wird es in diesem Jahr wieder Sekt vom Böddiger Berg geben. Dafür hat man bei der jüngsten Ernte 1200 Liter Traubenmost abgezweigt. Der Sekt sei derzeit in der Flaschengärung, erläutert Klaus Stiegel. Der Sekt werde ab der zweiten Oktoberhälfte erhältlich sein. In diesem Jahr rechnet der Förderverein mit einer guten Ernte am Südhang der Ems. Der Weinberg sei, so Stiegel, in einem hervorragend gepflegten Zustand: „Er ist prima in Schuss.“ Zum Glück seien die Knospen erst kurz vor dem Austrieb. Die Deckblätter seien noch geschlossen. Das sei gut, und man hoffe, dass es keine Frostschäden gebe. Stiegel: „Wenn das Grün der Blätter rauskommt, ist die Frostempfindlichkeit am größten.“

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