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Ein Mann mit Hut, eine Krabbe, ein Wolf oder ein Glatzkopf: Mithilfe der richtigen Handgriffe können ganz leicht fantasievolle Gestalten entstehen.

Darum sind Schatten so faszinierend

Anleitung im Video: So könnt ihr Schattenspiele einfach selbst machen

Eine weiße Wand, ein Schatten, zwei Hände – und schon entfaltet sich mitten im Kinderzimmer eine neue Welt. Wir haben mit einer Expertin aus Northeim über die Faszination des Schattenspiels gesprochen. Eine Anleitung in Text und Video.

Für ein Schattenspiel braucht man zunächst nur eine weiße Fläche, ein Licht – und ein wenig Fantasie. „Wenn aus Schatten Figuren werden, ist da keine Materie“, sagt Puppenspielerin Ruth Brockhausen. Sie spielt am Theater der Nacht in Northeim und findet Szenen, in denen mit Licht und Schatten gearbeitet wird, besonders faszinierend. „Schattenspiele bringen dich in eine andere Welt“, betont sie. Sie seien sehr filmisch, gleichzeitig aber zweidimensional. „Damit sind sie auch dem Buch nah“, sagt Brockhausen. Sie eignen sich gut dafür, eine Geschichte auf eine andere Ebene zu führen. 

Schattenspiele einfach selbst machen: Im Video zeigen wir euch, wie das geht:

Ruth Brockhausen

Das Theater der Nacht zeigt Figurentheater. Um Ortswechsel, Träume oder Erinnerungen zu markieren, werden immer wieder Schattenspiele eingesetzt. In „Das Ei“ beispielsweise erzählen Schatten von einer Erinnerung. „Der Hamster“ spielt im Inneren eines Hauses. Was draußen geschieht, wird mithilfe von Schatten dargestellt. Und in „Katzenkönigin“ werden Träume als Schatten hinter Wandschirmen gezeigt. „Auf dieser Ebene kann man gut in die Abstraktion gehen“, sagt Brockhausen. Hierin das Lebendige zu finden, das den Zuschauer mitnimmt, findet sie spannend.

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Wer sich selbst einmal – vielleicht für die Kinder – im Schattenspiel versuchen möchte, kann einfach mit einer Taschenlampe und einer weißen Gardine experimentieren. „LED-Taschenlampen sind total gut“, sagt Brockhausen. Eltern rät sie, einfach mal mit Händen und Fingern Figuren auszuprobieren. „Über Experimente hat man daran am meisten Spaß.“

Wir haben ein paar einfache Schattenfiguren ausprobiert und für euch zusammengestellt. Eine Übersicht mit Kurzanleitung:

Ihr braucht: 

  • Lampe 
  • weiße Wand oder weiße Gardine 
  • eure Hände

Schnecke

Ballt die linke Hand zu einer Faust. Haltet die rechte Hand flach darunter. Zeige- und Mittelfinger werden zu Fühlern, der Daumen schließt den Schneckenkopf ab.

Mann mit Hut

Formt mit der linken Hand zunächst eine Pistole. Schiebt nun den Mittelfingerknöchel weiter nach vorn und spreizt den Knöchel des kleinen Fingers etwas ab. Umfasst nun mit der rechten Hand die linke, sodass sie einen Hut formt, und streckt den Daumen nach hinten.

Glatzkopf

Formt die linke Hand zu einer lockeren Faust. Schiebt den Zeigefinger etwas vor, er wird zur Nase. Legt die linke Hand auf die rechte: Der kleine Finger bleibt ausgestreckt, die restlichen Finger werden gekrümmt. Lasst zwischen kleinem Finger und dem Rest eine kleine Lücke: Sie wird das Auge.

Spinne

Dreht die Hände so, dass die Innenflächen zu euch zeigen. Legt nun die Handballen aufeinander und spreizt alle Finger ab. Fertig ist die Spinne.

Krabbe

Die Krabbe funktioniert ganz ähnlich. Schiebt dafür nur eure Hände ein wenig voneinander weg und knickt die Daumen ein. Schon wurde aus einer Spinne eine Krabbe.

Wolf

Legt die eine Hand auf die ausgestreckte andere. Die Daumen zeigen nach oben.

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