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Glückskind: Im Sterntaler-Märchen der Brüder Grimm verschenkt ein Waisenmädchen sein Brot und seine ganze Kleidung an Arme – und wird mit einem Talerregen und einem neuen Hemdchen belohnt. Die Illustration von 1882 stammt von Viktor Paul Mohn. Wer mit dem Eurojackpot im Geldregen stehen will, braucht viel Glück: Die Chancen für den Hauptgewinn stehen bei etwa eins zu 95 Millionen.

Vorschläge: Was kann man mit so viel Geld machen?

Der Traum vom Geldregen: 90 Mio. Euro locken als Hauptgewinn im Eurojackpot

Lottospieler haben am Freitag die Chance auf den Riesengewinn von 90 Millionen Euro aus dem Eurojackpot.

Heute und morgen kann noch getippt werden, Über zehn Ziehungen hatte niemand alle Zahlen richtig: Der Topf der Lotterie, an die 17 Staaten von Island bis Italien angeschlossen sind, schwoll auf seine Höchstsumme an. Fragen und Antworten.

Wer steht hinter dem Eurojackpot?
Sieben Länder, darunter Deutschland, hatten den Eurojackpot 2012 eingeführt. Inzwischen ist der Kreis auf 17 Staaten angewachsen. Jede Lottogesellschaft, die teilnehmen will, müsse umfangreiche Prüfungen und eine entsprechende Zertifizierung nachweisen, sagt Dorothee Hoffmann, Pressesprecherin von Lotto Hessen. Die Fäden laufen in der Eurojackpot-Zentrale bei WestLotto in Münster zusammen. Die Gewinnzahlen werden jeden Freitagabend in Finnlands Hauptstadt Helsinki gezogen.

Wie gut stehen die Chancen auf den Hauptgewinn?

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85 Millionen Euro: Nordhesse gewinnt Eurojackpot

Für den Hauptgewinn brauchen Spieler fünf Richtige aus 50 Zahlen plus zwei aus zehn Eurozahlen. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei 1 zu 95 Millionen. Das ist immerhin günstiger als beim Lotto 6 aus 49. Dort beträgt die Chance auf einen Volltreffer etwa 1 zu 140 Millionen. Weil solche Quoten nur die größten Optimisten locken können, gibt es beim Eurojackpot 12 Gewinnklassen. Auch auf Rang zwei (fünf Richtige und eine Eurozahl) ist ein Millionengewinn drin, bei Rang drei eine sechsstellige Summe.

Schwillt der Jackpot weiter an, wenn er morgen nicht geknackt wird?
Nein. Er ist bei 90 Millionen Euro gedeckelt. Wenn morgen niemand die richtigen Zahlen trifft, wird zunächst der Topf für Gewinnklasse 2 bis auf maximal 90 Millionen Euro aufgefüllt. Danach fließt das Geld nach dem Kaskadenprinzip in die Gewinnklasse 3 und so weiter.

Welche Summen sammelt das Tippspiel ein?
Die letzte Ziehung am 30. Dezember nicht eingerechnet, kamen 2016 Einsätze von 1,84 Milliarden Euro herein. Insgesamt werden es wohl 20 Prozent mehr werden als 2015, schätzt Eurojackpot. Indirekt haben auch Tippmuffel etwas davon: Rund 40 Prozent der Einsätze werden in Deutschland für gemeinnützige Zwecke wie Sport, Kultur und Soziales ausgeschüttet.

Eurojackpot: 90 Millionen Euro locken als Hauptgewinn.

Wie beliebt ist der Jackpot in Deutschland?
Das Spiel habe sich zum Lotterie-Schlager entwickelt, sagt der Vorsitzende der Kooperation, WestLotto-Chef Andreas Kötter. Tipper aus Deutschland steuerten 2016 gute 47 Prozent zu den Einsätzen bei, und 20 der 31 Millionen-Gewinner leben in der Bundesrepublik. So gewann ein Spieler aus dem Raum Hannover 19 Millionen Euro, ein Angestellter aus Nordhessen die Rekordsumme von knapp 85 Millionen Euro.

War der Lotterietopf jemals schon so voll?
Ja, im Oktober 2016. Die 90 Millionen räumte damals ein Schwarzwälder ab. Lotto Hessen erwartet für die kommende Ziehung rege Aktivitäten: Füllen die Spieler im Land normalerweise vier Tippkästchen aus, seien es bei Rekord-Jackpots sechs. Hoffmann: „Hessen hat bei Rekordjackpots wie dem aktuellen traditionell die höchsten Pro-Kopf-Einsätze in Deutschland.

Service: 

Die Scheine gibt es in Lotto-Annahmestellen. Pro Tipp werden in Feld A fünf Zahlen zwischen 1 und 50 angekreuzt, in Feld B zwei Zahlen zwischen 1 und 10. (Eurozahlen). Ein Tipp kostet zwei Euro, plus Bearbeitungsgebühr pro Schein (um die 50 Cent pro Woche). Annahmeschluss ist Freitagabend. Tippen darf nur, wer mindestens 18 Jahre alt ist. Wer online spielen will, muss sich registrieren. Auf www.eurojackpot.de finden Sie alle Infos.

90 Treffs mit Clooney: Was man mit dem Hauptgewinn machen könnte

Die 90 Millionen Euro auszugeben, ist nicht leicht. Tipps:

Promitreffs: Von 90 Millionen Euro könnte man nach den gängigen Tarifen 90 Abende mit Frauenschwarm George Clooney buchen. Mehr Abwechslung gefällig? In der Liste von „Business Insider“ mit Promis, die für etwa eine Million Euro vorbeikommen, tauchen auch die Popstars Christina Aguilera, Katy Perry, Keith Urban und Sting auf.

Für die Summe des Eurojackpots würde man 90 Treffen mit George Clooney bekommen.

Brunnen bauen: Man kann auch dort helfen, wo es wirklich nötig ist. Mehr als 14 500 Brunnen lassen sich mit 90 Millionen Euro in Äthiopien bauen. Jeder Dorfbrunnen liefert lebenswichtiges sauberes Wasser für 500 Menschen. Kostet nur 6200 Euro pro Stück.

Fußballteam: Für 82,78 Millionen Euro kann man sich theoretisch die Elf von RB Leipzig leisten. So steht es bei transfermarkt.de. Bliebe genug Geld, um jeden Heimsieg mit Champagner zu begießen.

Gemälde: Für 54 Millionen Dollar (52 Millionen Euro) ist das impressionistische Meisterwerk „Seerosen“ von Claude Monet im Jahr 2015 versteigert worden. Das übrige Geld reicht noch für ein Privatmuseum drumherum.

Häuser und Autos: Auch wer sein Geld zu Hause anlegen will, muss nicht kleckern: Für die Summe gibt es 225 Häuser für je 400.000 Euro oder 2570 Autos im Wert von 35.000 Euro. Wer gern luxuriöser und schneller fährt, kann sich 900 Sportwagen im Wert von 100.000 Euro kaufen. (dpa/kle)

Pech mit dem Glück: Wie man mit einem Millionengewinn zurechtkommt

Die einen kaufen sich eine Yacht, die anderen gründen ihre eigene Firma: Doch nicht jeder wird mit seinem Gewinn glücklich.

Walter Knoblauch aus Ostfriesland war einer der ersten deutschen Lottogewinner der Nachkriegsgeschichte. Der Hausierer gewann zweimal insgesamt 800.000 Mark und verprasste das Geld jedes Mal. Knoblauch starb 1995 verarmt in einem Obdachlosenheim.

• Auch Steffen Henssler hat vor seiner TV-Karriere im Lotto gewonnen. Mit seinem Gewinn in Höhe von 44.000 Mark bezahlte er seine Ausbildung in einer renommierten Sushi-Akademie in Los Angeles – und legte so die Grundlage für seine Kochkarriere.

Steffen Henssler.

• 1996 rettete ein Lottogewinn das Erfrischungsgetränk Bionade vor dem Aus. Sigrid Peter-Leipold, Ehefrau des Bionade-Erfinders Dieter Leipold, steckte eine Million Mark in die Brauerei. Schließlich schaffte das Getränk 1998 den Durchbruch auf dem Markt.

• Der Kanadier Tom Christ ist der wohl großzügigste Lottogewinner aller Zeiten: 2013 spendete er die gesamte Summe – fast 28 Millionen Euro – an den kanadischen Krebsverband und eine regionale Gesundheitsorganisation.

• 249 Personen teilten sich knapp 120 Millionen Euro: 2011 erstanden die Bewohner des spanischen Dorfes Sodeto Lose für die jährliche „El Gordo“-Lotterie. Nur ein junger Mann hatte kein Los gekauft. Der vermeintliche Pechvogel ist heute aber dennoch nicht arm: Er bekam Geldgeschenke von seinen Mitbürgern. (spe)

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